Beiträge vom September 2020

Wir können tausend Flüchtlinge aufnehmen

18. September 2020  Regional

Bei einer Demonstration in Schwabach bekräftigten Parteien und Organisationen die Bereitschaft, Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen und forderten Bundesinnenminister Seehofer auf, die kommunale Hilfsbereitschaft zuzulassen.

Magdalena Reiß, die Vorsitzende der Jusos Schwabach, fand klare Worte: „Die eigentliche Katastrophe ist nicht der Brand in Moria. Die eigentliche Katastrophe ist das Hotspot-Registrierungslager der EU!“ Kein Mensch könne die entwürdigenden Zustände dort tatenlos hinnehmen. Der ausgebrochene Corona-Virus bedrohe die Gesundheit und das Leben der dort zu tausenden zusammengepferchten Flüchtlinge. Jede Regierung in Europa habe zu handeln, um die Menschen vor der Pandemie zu schützen. Dass die Hilfsbereitschaft da ist, verdeutlichte sie an den über 170 Kommunen, die ihre Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge aus Moria bekundet hätten. Bundesinnenminister Seehofer (CSU) habe dieses flächendeckende Zeichen der Mitmenschlichkeit jedoch abgelehnt. „Das darf im Jahr 2020 nicht sein!“, rief sie den Anwesenden zu.

Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD) bekräftigte, dass Schwabach als Mitglied im Bündnis „Sichere Häfen“ sich an den Bundesinnenminister gewandt habe, um die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen klarzustellen.

Vertreterinnen des Asylcafés Schwabach riefen in Erinnerung, dass die Stadt 2015 über 1.000 Flüchtlinge aufgenommen hätte. Dass fünf Jahre später noch rund 400 in Schwabach lebten, fiele hingegen kaum jemand auf. „Die Integration ist gut gelungen“, lautete das Fazit der Ehrenamtlichen. Wenn eine ebenso starke Hilfsbereitschaft und bürgerliches Engagement vorhanden sei, könne man durchaus noch weitere Flüchtlinge aufnehmen, war sich die Organisation sicher.

Sandra Niyonteze, Vorsitzende des Integrationsrates, stellte fest, dass die Bundesregierung moralisch verpflichtet sei, den obdachlosen Menschen in Moria zu helfen. Allerdings könne dies nur der erste Schritt hin zu einer Besserstellung aller Flüchtlinge in ganz Griechenland sein.

Gedenken an Enver Şimşek, erstes Mordopfer des NSU

08. September 2020  Regional

Zum 20. Jahrestag der Ermordung von Enver Şimşek, dem ersten NSU-Opfer, demonstrierten rund 300 Menschen in Nürnberg-Langwasser. Neben Angehörigen und der Nebenklageanwältin der Familie kamen auch Aktivist*innen aus zivilgesellschaftlichen Bündnissen zu Wort.

mehr »

Klima retten statt Aufrüstung

07. September 2020  Regional
Musikalische Begleitung mit Antikriegsliedern gab es von Wulli & Sonja

Kritik an der NATO-Osterweiterung sowie am geplanten Verteidigungshaushalt der Bundeswehr wurde am Antikriegstag 2020 in Erlangen laut. Die Redner*innen forderten, mehr Geld in Klimaschutz und Zivilen Friedensdienst, anstatt in neue Militärsysteme zu investieren.

mehr »