Schlagwort: Privatisierung

DIE LINKE demonstriert für Pflegepersonal

15. Juni 2020  Regional

500 Euro mehr im Monat und 100.000 neue Stellen forderte DIE LINKE bei einer Demonstration in Erlangen. Unter dem Motto „Danke heißt mehr Gehalt – Applaus heißt Entlastung“ fanden sich am Samstag rund 40 Personen am Rathausplatz zusammen.

„Bundesweit fehlen 200.000 Kranken- und Pflegekräfte, immer mehr Kliniken werden an private Investoren verkauft oder müssen schließen“, bilanzierte Christine Scheffer. Das Personal habe keine Zeit, seine Arbeit gewissenhaft zu erledigen, kritisierte die Krankenschwester, die für DIE LINKE im Kreistag Erlangen-Höchstadt sitzt. Mittlerweile seien 3,5 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen, doch für fundierte Krankenbeobachtung, Mobilisierung der Bettlägrigen oder ein zwischenmenschliches Trostspenden sähe das System keine Zeit vor, erläuterte sie. „Stattdessen wird Sterilisation und Reinigung an den Billigdienstleistenden ausgegliedert“, stellte Scheffer den ökonomischen Sparzwang dar.

Fabiana Girstenbrei, Stadträtin der Erlanger Linke, führte aus, dass viele Auszubildende an diesem ökonomisierten System zerbrächen und den Beruf wechselten. Laut einer Studien wollten 200.000 ehemalige Pflegekräfte in ihren früheren Beruf zurückkehren, sollten die Rahmenbedingungen besser werden. „Zahlt man allen Pflegekräften 500 Euro mehr, sind das 8,5 Milliarden Euro“, veranschaulichte Girstenbrei. Diese Summe sei durchaus bezahlbar, sagte sie.

Jan stellte die Forderungen der LINKEN vor. Ein gerechtes Gesundheitssystem benötige 100.000 Stellen, die geschaffen und dauerhaft finanziert werden müssten sowie weiterhin auch kleine Krankenhäuser vor Ort. Ein vom Betriebsrat festgelegter Betreuungsschlüssel solle sowohl in Kliniken als auch in Altenheimen zu einer besseren Qualität der Pflege führen. „500 Euro mehr pro Monat, auch für die Reinigungskraft, ist mit einer solidarischen Grundversicherung für alle möglich!“, erklärte der 19-jährige Notfallsanitäter-Azubi. Dazu sei eine Abkehr vom kosteneffizienten Gesundheitswesen hin zum Wohl des Menschen nötig, stellte er fest.

Wie diese Änderung auszusehen habe, skizzierte Lukas Eitel, Kreissprecher der LINKEN. Dass ein Tarifstreik zu deutlicher Entlastung geführt habe, könne man am Beispiel der Universitätskliniken Düsseldorf und Essen sehen. Klinikleitung und die Gewerkschaft ver.di hatten sich dort auf 180 zusätzliche Vollzeitstellen geeinigt. „Eine starke Gewerkschaft, die ihre Forderungen kämpferisch durchsetzt, ist wichtig“, sagte Eitel. Dafür sei es jedoch unverzichtbar, dass sich die Arbeitenden überhaupt erst gewerkschaftlich organisierten, um ihre Kräfte zu bündeln, erläuterte er.

„Dieses Wirtschaftssystem ist faschistisch!“

18. Februar 2020  Regional

Neoliberalismus ist das rechtsextremste Wirtschaftssystem aller Zeiten. Zu diesem Ergebnis kam Diplom-Kaufmann Ulrich Seibert bei der Vorstellung seines Buches „Die Diktatur des Monetariats“ am Dienstag im Offenen Haus in Roth. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Partei DIE LINKE.

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Lesung „Die Diktatur des Monetariats“ mit Ulrich Seibert

13. Februar 2020  Regional

Leben wir bereits in einer Diktatur?

Diesen Eindruck jedenfalls könnte man bekommen, wenn man sich den Titel des kürzlich erschienenen Buchs von Autor und Diplom-Kaufmann Ulrich Seibert vor Augen hält, der da lautet: „Die Diktatur des Monetariats“. Der Untertitel „Neoliberalismus: Die Geißel des 21. Jahrhunderts“ weist auch gleich die Richtung an, in die es geht: Um das Wirtschaftssystem, das sich beinahe in der gesamten Welt durchgesetzt hat. Seibert geht in diesem Buch den Fragen nach, woher dieses System kommt, auf welchen Wirtschaftstheorien es aufbaut, wer seine Nutznießer sind (und vor allem auch: wer nicht), welche Folgen es für den Planeten und seine Bewohner hat, wer die Strippen zieht und mit welchen Methoden. Und er zeigt auf, welche Möglichkeiten zur Umkehr bestehen könnten und stellt auch linke Vorschläge für alternative Wirtschaftssysteme auf den Prüfstand.

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Das Kapital zerstört Europa, oder: Solidarität mit Griechenland – gerade jetzt!

17. Juli 2015  Politik

Nach dem Referendum gegen das Spardiktat von Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission, bei dem die griechische Bevölkerung mit klarer Mehrheit der Regierung von Alexis Tsipras den Rücken gestärkt hat, haben die Spitzen der EU eine Woche später dem griechischen Ministerpräsidenten und seinem Land verschärfte Bedingungen für ein neues finanzielles „Hilfspaket“ diktiert.

Diese werden von den Betroffenen nicht nur als tiefe Demütigung empfunden, sondern sie bedeuten auch die Abkehr von Werten, die die Einigung Europas beflügelt haben. mehr »

TTIP: Ein Angriff auf die Demokratie

05. Juni 2014  Politik

 

Angriff auf die Demokratie

 

SCHWABACH – Harald Weinberg aus Nürnberg ist einer der vier Bundestagsabgeordneten der Bayerischen Linken. Der ehemalige Gewerkschaftssekretär und seine Kollegen haben als einzige Fraktion im Bundestag gegen das geplante Freihandels­abkommen mit den USA gestimmt. In Schwabach skizzierte er bei einer Veranstaltung des Linken-Kreisverbands Roth-Schwabach seine Einschätzungen zu TTIP.

Weinbergs Hauptkritik: „Es leitet die Postdemokratie ein, in der es zwar formal noch Wahlen gibt, aber die Machtaus­übung durch Eliten in Hinterzimmern stattfindet.“ In der Diskussion hieß es dazu, TTIP sei „ein Angriff der Konzerne auf die Demokratie“. Eine Festlegung des Abkommens ist auch nach Einschätzung des Linken-Politikers eine eindeutige Bedrohung demokratischer Strukturprin­zipien in Europa. Denn es solle ein so genannter „Regulatorischer Rat“ gebildet werden. „Ihm müssen alle geplanten Gesetze vorgelegt werden, um sie auf Handelshemmnisse zu prüfen“, erklärte Weinberg. „Der Rat würde damit ohne demokratische Legitimation über das Handeln von Parlamenten bestimmen.“

Zwei weitere konkrete Regelungen des auf EU-Ebene geplanten Abkommens bereiten Weinberg ebenfalls besonderes Kopfzerbrechen. Zum einen die Abkehr vom in Europa üblichen Vorsorgeprinzip. Zum zweiten die geplanten nichtstaat­lichen Schiedsgerichte, vor denen Unternehmen Staaten auf Schadenersatz verklagen können, deren Regelungen die Gewinnerwartungen der Konzerne schmälern könnten. „Dort herrscht keine Transparenz im Verfahren und es gibt keine Rechtsmittel“, so Weinberg.

Aufgrund des in Europa üblichen Vorsorgeprinzips werden Konzerne mit präventiven Maßnahmen vom Staat beaufsichtigt, ausschließlich ungefähr­liche und unschädliche Produkte auf den Markt zu bringen. In den Vereinigten Staaten hingegen existiere ein solcher Verbraucherschutz nicht. Dort dürfe jedes Produkt ohne hoheitliche Einflussnahme angeboten werden, so Weinberg. „Bei Beeinträchtigungen kann der Verbraucher auf Schadenersatz klagen“, so das US-Prinzip.

Als weitere bedenkliche Veränderungen des bundesrepublika­nischen Systems durch TTIP bezeichnete Harald Weinberg die Einschränkungen für den öffentlichen Sektor. „Beschaffungswesen, Auftragsvergabe und öffentliche Daseinsversorgung, alles wird der Privatisierung preisgegeben.“ Ferner würden Regulierungsstandards sowie Aufsicht und Kontrolle verringert, skizzierte Weinberg den Einfluss von TTIP auf die wirtschaftliche Tätigkeit staatlicher Körperschaften. Dabei ist für Weinberg ein anderes Abkommen allerdings „ein noch dickerer Hund“. TiSA, das „Trade in Services Agreement” oder auch „Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen“ soll laut Weinberg den Markt öffentlicher Dienstleistungen wie Wasser, Energie und Gesundheit ohne Einschränkung für private Investoren öffnen.Robert Schmitt

Quelle: Schwabacher Tagblatt vom 17.05.2014

NordbayernPost macht Laden dicht – auf Kosten der Beschäftigten

17. September 2013  Politik

Nürnberger MdB Weinberg (DIE LINKE) fordert Übernahme der Beschäftigten
durch die Deutsche Post

„Kein Tarifvertrag, schuften bis zum Umfallen und dann den Stuhl vor die Tür gestellt bekommen.“ so kommentiert der Nürnberger MdB Harald Weinberg (DIE LINKE), selbst ehemaliger Verdi-Funktionär, das bevorstehende Ende des privaten Postzustellers NordbayernPost. Für Weinberg ist die angemeldete Massenentlassung kaum nachvollziehbar. Denn die Beschäftigten müssen derzeit Überstunden schieben. mehr »

Neue Privatisierungen in Schwabach?

28. April 2008  Unkategoisiert

Es verdichten sich die Gerüchte, dass der neue OB der Stadt Schwabach, Matthias Thürauf, die Privatisierung der Stadtgärtnerei und des Bauhofes durchsetzen will. mehr »